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Wenn Software sich nach Software anfühlen soll.

Browser-Apps stoßen an Grenzen — bei Offline-Arbeit, Dateizugriff, OS-Integration und direkter Datenbankverbindung. Tauri schließt diese Lücke: eine echte Desktop-App, gebaut mit Web-Technologien und Rust im Kern.

Anwendungsfälle

Was Tauri kann, was Webanwendungen nicht können.

Nicht jede Anwendung braucht einen Browser. Wenn Dateizugriff, Offline-Betrieb oder direkte Systemanbindung gefragt sind, ist eine Desktop-App die ehrlichere Antwort.

Intranet

Fachanwendungen im Firmennetz

Zeiterfassung, Projektverwaltung, interne Werkzeuge — erreichbar über LAN oder VPN, direkte Datenbankverbindung, kein Applikationsserver nötig.

Offline

Arbeit ohne stabiles Netz

Baustelle, Außendienst, Inventur vor Ort — die App funktioniert auch wenn die Leitung schwankt oder ausfällt. Daten werden beim Reconnect synchronisiert.

Dateien

Direkter Dateisystemzugriff

DWG-Pläne, PDFs, Office-Dokumente — aus beliebigen lokalen Ordnern direkt öffnen, ohne Upload-Dialog. Im Browser strukturell nicht möglich.

Datenschutz

Daten bleiben lokal

Keine Cloud-Abhängigkeit, keine externen APIs für Kerndaten. Für Compliance-Anforderungen oder Szenarien, in denen Daten das Unternehmen nicht verlassen dürfen.

Was entsteht

Solider Stack. Schlank und betriebsfertig.

Tauri ist nur die Oberfläche. Der Unterschied liegt im Rust-Backend, im Datenbankzugriff und in der Architektur, die einen späteren Web-Adapter nicht ausschließt.

Tauri 2.x

OS-native WebView, kein eingebettetes Chromium. Installer ~10 MB statt 100–150 MB bei Electron.

Rust-Backend

Direkter Postgres-Zugriff über TLS. Kompiliert zu schlankem Binary mit echten Typ-Garantien, ohne Laufzeit-Overhead.

Allowlist-Security

Nur explizit freigegebene APIs sind erreichbar. Jeder Tauri-Command wird deklariert — keine impliziten Brücken.

Auto-Updater

Code-Signing für Windows und macOS. Neue Versionen landen beim nächsten App-Start automatisch.

Plattform-Builds

Windows-Installer, macOS-Paket, Linux AppImage — eine Codebasis, native Installer pro Zielplattform.

Hexagonale Architektur

Web-Adapter jederzeit ergänzbar — falls die App später browserbasiert erreichbar sein soll, ohne Rewrite.

Projektverlauf

Sechs Phasen. Vom Schema zum Rollout.

Datenbankmodell zuerst, UI zuletzt. Wer in der Domain-Logik Fehler einbaut, zahlt sie später doppelt.

01

Anforderung & Plattform-Entscheidung

Welche Prozesse werden abgebildet? Intranet oder VPS? Offline-Bedarf? Windows-only oder plattformübergreifend?

02

Datenbankmodell & Domain-Logik

Schema-Design, Datentypen, Validierungsregeln — bevor die UI entsteht. Fehler in der Domain-Logik kosten später deutlich mehr.

03

Rust-Backend & Tauri-Commands

Datenbankzugriff, Geschäftslogik, Allowlist-Konfiguration. Jede aufrufbare Funktion wird explizit als Command deklariert.

04

UI-Entwicklung im Tauri-Shell

Web-Frontend mit Svelte, Vue oder vanilla — je nach Anforderung. Läuft in der nativen OS-WebView.

05

Build & Code-Signing

Plattform-Builds für Zielsysteme, Signierung der Installer, Auto-Updater-Konfiguration. Ohne Signing blockiert Windows die Installation.

06

Rollout & Übergabe

Verteilung an Endgeräte, Auto-Updater-Infrastruktur, Build-Anleitung, Release-Prozess. Das Team kann selbst bauen und ausliefern.

Abgrenzung

Was bewusst ausgelassen wird.

Viele Agenturen schreiben Tauri auf die Webseite. Produktiv eingesetzt wird es selten — weil die Rust-Kompetenz fehlt, um direkten Datenbankzugriff, Code-Signing und hexagonale Architektur korrekt umzusetzen.

Kein Electron

Tauri nutzt die native OS-WebView — kein eingebettetes Chromium, kein 100–150 MB Overhead pro App.

Kein Node.js-Backend

Rust kompiliert zu einem schlanken Binary mit echten Typ-Garantien und ohne Laufzeit-Overhead.

Kein API-Layer-Zwang

Direkter Postgres-Zugriff aus dem Rust-Backend ist für Intranet-Szenarien mit VPN eine bewusste, sichere Architekturentscheidung.

Häufige Fragen

Was vorab geklärt wird.

Fünf Antworten zu Tauri vs. Electron, Distribution und Datenbankzugriff.

01

Warum Tauri statt Electron?

Tauri nutzt die OS-eigene WebView statt eingebettetem Chromium — der Installer schrumpft von typischerweise 100–150 MB (Electron) auf etwa 10 MB. Speicher- und CPU-Verbrauch im laufenden Betrieb sind deutlich geringer. Sicherheitsmodell ist striker: jede aufrufbare Funktion muss explizit deklariert werden.

02

Auf welchen Plattformen läuft die App?

Eine Codebasis, native Installer für Windows (MSI/NSIS), macOS (.dmg/.app, signiert und notarisiert), Linux (AppImage, deb, rpm). Mobile (iOS/Android) ist mit Tauri 2 möglich, aber separat zu planen — nicht jede Desktop-App passt direkt aufs Handy.

03

Wie wird die App verteilt und aktualisiert?

Code-Signing mit Windows-EV-Zertifikat und Apple Developer ID ist Voraussetzung — sonst blockieren die Betriebssysteme die Installation. Auto-Updater holt neue Versionen beim nächsten App-Start, Rollbacks sind möglich. Verteilung über Intranet, eigene Update-URL oder klassische MSI-Verteilung.

04

Wie sieht der direkte Datenbankzugriff aus?

Das Rust-Backend verbindet sich über TLS direkt zur Datenbank (Postgres, SQLite, MS SQL). Im Intranet- oder VPN-Szenario ist das eine bewusste Architekturentscheidung, die einen API-Layer überflüssig macht. Für öffentliche Szenarien wird ein API-Layer ergänzt — die hexagonale Architektur lässt das offen.

05

Was unterscheidet das von einer Web-App im Browser?

Direkter Dateisystem-Zugriff (DWG, PDF, Office), echte Offline-Fähigkeit mit lokaler Datenhaltung, OS-Integration (Tray, Benachrichtigungen, globale Shortcuts), Multi-Window und schneller Start ohne Browser-Tab. Wenn nichts davon gebraucht wird, ist eine Webanwendung meist die bessere Wahl.

Anfrage stellen

Welche Prozesse verdienen eine echte App?

Ein kurzes Gespräch zeigt, ob Tauri zur Situation passt — und was der Unterschied zu einer Webanwendung im konkreten Fall bedeutet.